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TU Berlin

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Stararchitektur und die Re-Positionierung von klein- und mittelgroßen Städten

Projektskizze

Bedeutende Stadtbilder zeichnen sich stets durch ikonische Sehenswürdigkeiten aus. Solche architektonischen Symbole prägen viele Städte in besondere Weise und bilden die Grundlage ihrer visuellen Identitäten. Wir neigen dazu, diese Symbole als gegeben anzunehmen und verstehen intuitiv ihre Signifikanz. Dass bestimmte architektonischen Strukturen zu Aushängeschildern einer Stadt werden, ist jedoch ein komplexer sozialer Prozess. In dem von der DFG geförderten Projektvorhaben, welches die TU Berlin gemeinsam mit der TU München (Alain Thierstein und Team) sowie mit der HCU Hamburg (Michael Koch und Team) durchführt, werden die Auswirkungen solcher Leuchtturmprojekte auf das städtische Umfeld untersucht (räumlich, ökonomisch, sozial). Der Projektteil hier in Berlin konzentriert sich auf soziale Folgen, insbesondere auf Folgen der Bauten für die Eigenlogik der jeweiligen Stadt.

Heutzutage werden solche Flagshipgebäude nicht nur in Metropolen, sondern auch in kleineren Städten gebaut, die sich bewusst von der Masse unterscheiden wollen. Typischerweise werden für solche Projekte Stararchitekten engagiert. Durch ihre Kreationen soll zunächst vor allem die Sichtbarkeit der Stadt auf kultureller Ebene erhöht werden. Unsere Forschungsfrage ist, ob die betreffenden Städte auf diese Weise, wie vielfach angenommen, auch auf sozialer und ökonomischer Ebene profitieren. Das von Frank Gehry in Bilbao entworfenen Guggenheim Museum kann als ein Paradebeispiel angeführt werden, worauf schon der Begriff des „Bilbao-Effekts“ verweist.

Unklar ist jedoch, ob man tatsächlich erwarten kann, dass sich dieser Effekt replizieren lässt oder ob es sich vielmehr um einen einzigartigen ortspezifischen Prozess handelt. Um diese Frage zu beantworten, werden im Rahmen des DFG-Projekts, die Entwicklungen der drei Städte Graz, Luzern und Wolfsburg analysiert. Hierbei werden Ethnographische Methoden, Interviews sowie Medienanalysen (für den Berlin-Forschungspart) zum Einsatz kommen.

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